Der Verlauf einer festgestellten Flurstücksgrenze kann gemäß §14 des Brandenburgischen Vermessungsgesetzes amtlich bestätigt werden. Hierzu ist es notwendig, eine Grenzvermessung in der Örtlichkeit durchzuführen, bei der der bestehende Katasternachweis in die Örtlichkeit übertragen wird (Grenzwiederherstellung). Bei fehlendem oder widersprüchlichem Katasternachweis und für nicht festgestellte Grenzen kann deshalb kein Grenzzeugnis erteilt werden. Eventuelle Mängel in der Abmarkung der Grenzpunkte (z.B. fehlende oder schiefstehende Grenzsteine) werden im Zuge der Erteilung eines Grenzzeugnisses nicht beseitigt.

Die Erstellung eines Grenzzeugnisses stellt eine hoheitliche Vermessungsaufgabe dar. Das Grenzzeugnis wird ohne Beteiligung der Nachbarn erstellt und dem Antragsteller als beglaubigte Abschrift ausgehändigt. Es kann wiederholt erteilt werden.